99 % Survival – Die entscheidenste Survivalfertigkeit

das Leben ist ein ständiger Balanceakt. So ist es auch im Survival. Dort gilt es aus dem Kontrollverlust wieder in die Balance zurück zu finden. Um das zu erreichen, können wir uns zahlreiche Ressourcen zu Nutze machen. Als zweite Zutat brauchen wir auch noch die nötigen Fertigkeiten im Umgang mit den Ressourcen. Aber bevor es soweit kommt, müssen wir ersteinmal die nötigen Ressourcen finden. Und das kann so nervenaufreibend und erfolglos sein, wie die Suche nach dem verlegten Schlüsselbund. Kennen Sie doch auch, oder? Je hartnäckiger man sucht, desto erfolgloser die Suche. So ist es auch mit dem Suchen nach Survivalressourcen. Was braucht man, um auf der Suche erfolgreich zu sein?

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Wielange hält man es in einem Kurzzeitbiwak aus? Oder wie baut man eine sinnvolle Biwakerweiterung?

Unser Familienbiwak vom letzten Mail hast du wahrscheinlich schon gesehen. Falls nicht, hier ist nochmal der Link zum Beitrag Familienbiwak.

Obwohl es tagsüber schon sehr warm wird, und wir eher an Abkühlung denken, wird es in der Nacht doch noch empfindlich kühl. Temperaturen unter 10 Grad wirken da schon sehr unangenehm. Und tatsächlich kühlen unsere Körper schnell aus, wenn wir uns nicht auf die Nacht entsprechend vorbereiten.

Die ersten Biwaknächte waren nicht schlecht. Als Familie ist das Bewohnen eines kleinen Biwaks dennoch anders. 5 Bedürfnisse, 5 verschiedene Vorlieben, 5 Arten zu schlafen und 3 Kinder, die alle in meinem Arm einschlafen möchten. Dazu kommen noch nächtliche Toilettengänge der Mitbewohner, die dich unliebsam aus dem Schlaf reisen.

Und trotzdem hat so ein Biwak eine besondere Qualität. Man wacht trotzdem ausgeruht auf, braucht weniger Schlaf, fühlt sich fit und lebendig und bleibt gesünder, als in einem Haus. Die Erde im Schlaf zu berühren, bringt so seine Vorteile. Nach 30 Jahren Survivalerfahrung habe ich da überhaupt keine Zweifel mehr.

Wären da nicht diese Regentage ….

Im Inneren des Biwaks ist es dunkel. Vorsichtig schiebe ich die Farnblätter im Eingangsbereich zur Seite, um zu sehen, ob es schon hell ist. Fehlalarm! Es ist stockdunkle Nacht. Ohne Uhr, ohne Licht, ohne Mobiltelefon kann ich nur erraten, wie spät es ist. Und das ist schwer. In Italien können wir immer auf die Kirchenglocken hören. Aber hier gibt es keine Kirchenglocken.

Im Inneren des Biwaks ist es warm. Aber beim Zurseiteschieben der Eingangsabdeckung strömt sofort kalte Luft herein. PRRR… Da draußen ist es aber kalt. Und dann dieses unverwechselbare Geräusch: …..Regen. Das ist aber ungemütlich. Wenn ich jetzt rausgehe, bin ich sofort nass. Und dann wird es gleich kalt.

Das sind die Momente, wo die Gedanken in ein schönes geräumiges Haus schweifen. Eine Herdplatte, wo du auch in der dunklen Nacht einen Teekessel aufsetzen kannst, dich in eine kuschelige Decke hüllst und im Sofa versinkst.

Die rettende Idee

… und dann kommt der beste Einfall. Warum nicht einfach einen Vorbau gestalten. Damit steht man nicht gleich im Regen, kann ein Feuer entfachen, Tee kochen, Sachen trocknen und das Innere des Biwaks trocknen und wärmen.

Mit dieser Idee im Kopf steigt die Ungeduld. Wann wird es endlich hell. Ich werde sofort mit dem Bau beginnen, sobald die Sonne aufgeht. Vorher mus ich noch die Familie davon überzeugen.

Es war nicht schwer, die nötige Überzeugungsarbeit zu leisten und rasch beginnen wir alle zu bauen. Mit der Familie geht das zügig und wir sitzen bald unter einem soliden Vordach.

Die Not hat uns wieder getrieben. Und wir haben uns nicht zieren lassen. Im Survival ist es wichtig, schnelle Entscheidungen zu treffen und rasch zu handeln. Das lernen wir hier jeden Tag.

Im Video siehst du eine Kurzanleitung für eine mögliche Biwakerweiterung.

Ich hoffe, wir konnten dich inspirieren, dein eigenes Biwak zu bauen und wünschen dir

all good medicine

Die Survival Familie

Survival Familien Biwak ohne Hilfsmittel

Wir sind mit der Familie hinausgegangen und haben uns gefragt, wie wir die Nacht überstehen können, wenn wir nichts mithaben. Jedes Kind kennt die Antwort. Wir mussten ein Biwak errichten.

Für dieses Biwak haben wir nur unsere bloßen Hände benutzt. Im Survival wird es erst
richtig interessant, wenn man nichts dabei hat. Alles andere ist Camping, hat mein Mentor immer gesagt.

Also haben wir losgelegt. Zuerst suchten wir uns einen geeigneten Platz. Die Platzauswahl ist im Biwakbau sehr entscheident. Sie entscheidet über Überleben oder nicht Überleben. Obwohl wir zu fünft sind, mussten wir unzählige Male mit Material beladen zu unserem Biwak gehen.

Das summiert sich und deshalb sollte genügend Baumaterial in der Nähe sein. Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Aspekt, neben der Sicherheit.

Nachdem der Platz ausgesucht war, gingen wir los, um Material zu sammeln. Zuerst einmal eine richtige Ladung Stöcke. Damit haben wir dann ein Grundgerüst gebaut. Wir haben zwei Dreibeine nebeneinander gebaut und diese dann miteinander verbunden. Man kann jegliche Form wählen. Wichtig ist, dass der Innenraum so klein wie möglich ist und dass die Wände schräg sind.

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Danach haben wir den Boden mit Stöcken ausgelegt, Reisig draufgelegt und eine Schichte Kiefernnadeln darauf gelegt. Die Bodenisolierung ist sehr wichtig.

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Jetzt wurde es Zeit zum testen. Wir legen uns kurz hinein, um zu sehen, ob alles passt.

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Als nächstes hieß es viel, viel Innenmaterial zu sammeln. Wir haben dafür Kiefernnadeln verwendet und den gesamten Innenraum damit befüllt.

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Als nächstes haben wir das Biwak mit Hölzern abgedeckt. Wenn viel Baumaterial zur Verfügung steht, ist es gut, die Hölzer dicht an dicht zu legen.

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Schließlich haben wir noch einen Eingang gebaut und dann alles mit Material aus der Umgebung abgedeckt.

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Als Abdeckmaterial eignet sich alles, was man draußen finden kann. Laub, Moos, Gras, Farne, kleine Äste, usw. Je mehr desto besser. Zumindest sollte die Abdeckung Armlänge betragen.

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Wir haben dann noch die Vorderfront zugemacht und schließlich noch ein Feuer mit dem
Feuerbohrer entfacht. Natürlich auch ohne Hilfsmittel. Das Feuer hat uns gut getan. Wir haben uns daran gewärmt und den Schweiß in unserer Kleidung getrocknet.

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Es ist erstaunlich, wie schnell man eine Behausung ohne Hilfsmittel für die gesamte Famillie errichten kann. Und wir hatten es trocken und warm. Was will das Waldläuferherz mehr.

Wir hatten viel Spaß dabei und wir haben viel gelernt. Ich hoffe, wir können dich motivieren, ebenfalls ein Biwak zu bauen.

Liebe Grüße

Die Survival Family

Was uns die Neandertaler über natürliche Biwaks erzählen

Biwakbau ist nur die Fertigkeit Nummer 1 im Survival, es ist auch die aufwendigste Fertigkeit, die wir in unserem Überlebensprogramm absolvieren müssen. Für das einfachste Biwak, das uns auch bei tiefen Temperaturen und Regen noch warm hält, benötigen wir mehrere Stunden. Für Langzeitbehausungen benötigen wir oft Tage, Wochen, oder Monate. Wer lernen will, wie man diese Zeiten abkürzt, der befragt am besten seine Vorfahren.

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Der tödlichste Survivalfehler

Haben Sie irgendwann einmal im Fernsehen einen Survivalbeitrag gesehen, bei dem es nicht im Vordergrund steht, aus der Wildnis zu fliehen? Seltsam, oder? Dabei ist genau das die Handlungsweise, bei der die meisten Unfälle passieren. Es ist das Szenario, bei dem Sie am meisten Kraft verbrauchen. Es ist die Situation, in der Sie von der Dämmerung getrieben in den Tod laufen. Es ist der Moment in dem Sie aus Eile nicht mehr nachdenken. Es ist der Antrieb, der Sie bald in Panik versetzt und Ihre Motivation versickern lässt. Es ist das Gift für Ihren Überlebenswillen.

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Überlebensschule oder Lebensschule?

Survival hat viele Facetten. Je länger ich mich mit Survival beschäftige, desto klarer erkenne ich, dass wir nicht überleben lernen, sondern leben lernen müssen.

Survival ist die Lebensschule nicht die Überlebensschule. Sie können nichts erzwingen. Erst wenn Sie loslassen, erreichen Sie Ihr Ziel. Das ist eine alte Binsenweisheit. Sie ist so wahr, auch in unserem modernen Leben.

Wie oft habe ich irgendetwas krampfhaft gesucht. Dann habe ich es aufgegeben und genau in dem Augenblick, wo ich aufgegeben habe, habe ich es gefunden. Eine verkrampfte Haltung erzeugt Spannungen. In diesem Zustand kann niemand gute Leistungen erbringen. Sie müssen entspannt sein, dann können Sie Ihr Ziel erreichen.

Deshalb macht es auch wenig Sinn, gegen die Natur und ihre Elemente anzukämpfen. Sie müssen sie akzeptieren, dann kommen Sie besser mit ihnen klar. Ich verlange hier von Niemanden, dass er eine kalte Nacht schönredet. Das ist hier nicht gemeint.

Aber die Kälte ist kein Feind. Sie mag auch nicht Ihr Freund sein. Sie könnte Ihr Lehrer sein. Aber sie ist nichts von dem. Sie ist Kälte. Erst wenn Sie gelernt haben, sich der Natur zu überlassen, können Sie im Einklang mit ihr leben. Das ist die einfachste und zugleich schwierigste Survivalfertigkeit. Aber sie ist unerlässlich, wenn Sie jemals in Harmonie mit der Natur leben wollen.

 

Full Survival – Überleben ohne moderne Ausrüstung

Mit dieser Art des Survival gehen sie eine Stufe höher. Sie leben ohne moderne Ausrüstung in der Natur. Das heißt, Sie haben kein Messer mit, natürlich auch kein Zelt und keine Plane, keine Schnur und möglicherweise auch keine Kleidung. Bei der Kleidung können Kompromisse gemacht werden, oder man fertigt sich seine Kleidung zuvor aus Materialien, die man selbst aus der Natur bezieht.

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