99 % Survival – Die entscheidenste Survivalfertigkeit

das Leben ist ein ständiger Balanceakt. So ist es auch im Survival. Dort gilt es aus dem Kontrollverlust wieder in die Balance zurück zu finden. Um das zu erreichen, können wir uns zahlreiche Ressourcen zu Nutze machen. Als zweite Zutat brauchen wir auch noch die nötigen Fertigkeiten im Umgang mit den Ressourcen. Aber bevor es soweit kommt, müssen wir ersteinmal die nötigen Ressourcen finden. Und das kann so nervenaufreibend und erfolglos sein, wie die Suche nach dem verlegten Schlüsselbund. Kennen Sie doch auch, oder? Je hartnäckiger man sucht, desto erfolgloser die Suche. So ist es auch mit dem Suchen nach Survivalressourcen. Was braucht man, um auf der Suche erfolgreich zu sein?

Hier ist ein Video, das Ihnen helfen kann. Ich denke, es ist eine der wichtigsten Survivalfertigkeiten. Weil diese Fertigkeit entscheidet darüber, ob Sie sich in der Hölle der Wildnis befinden, oder im Garten Eden. Und was für die Wildnis gilt, gilt auch für das Leben generell. Aber sehen Sie selbst:

Wenn du auch noch Beispiele hast, wo du diese Fertigkeit schon erfolgreich anwenden konntest, dann schreibe das doch in den Kommentar. Ich bin schon sehr gespannt.

All good medicine

Jürgen Gerzabek

19 Gedanken zu “99 % Survival – Die entscheidenste Survivalfertigkeit

  1. Beim Segeln mit einer kleinen Jolle auf einem schmalen Wasserkanal gegen den Wind kam ich nicht vorwärts, hatte einfach kaum Platz zum Kreuzen und mühte mich ab so perfekt wie möglich zu kreuzen um Strecke zu machen – es klappte nicht, ich kam nicht vorwärts.
    Irgendwann ließ ich Pinne und Schot los, gab auf…das Boot drehte sich wie es wollte…und auf einmal spürte ich: so gehts! und kam tatsächlich von da an vorwärts! Der Surrender hatte mir geholfen das Boot, Wind und Strömung einzubeziehen, so dass das Machen sich zu einem hingegebenen Einfühlen als Basis wurde, aus dem sich das Machen dann ergab.

  2. Ja, ich kenne das auch und habe weitere Beispiele:

    Parkplatzsuche in der Innenstadt (Je mehr ich einen Parkplatz wollte und brauchte, desto eher wurde er mir vor der Nase weggeschnappt oder die Suche war vergebens oder ich sah im Rückspiegel, dass gerade dort, wo ich war, ein Automobilist in seinen Wagen stieg)

    Das Auffinden von Rotmilanfedern (Immer dann, als ich innerlich losliess und dachte, dass ich eben heute keine finden werde und dies so annahm, dann fand ich sicher noch eine 🙂 )

    Auch das Beobachten von Wildtieren im Wald gelingt besser, wenn ich nicht mit einer Erwartungshaltung hingehe, sondern mich leiten lasse…

  3. Nach erfolgreicher Reparatur am Stall verlor ich beim Wegräumen den Bithalter aus dem Akkuschrauber- natürlich im hohen Gras… erst gesucht ,systematisch,logisch und mit der mentalen Fixierung auf „ich muss den finden“- nix wars, erst als ich mich entspannte und mir überlegte „ok, wenn er hier irgendwo liegenbleibt stellt er keine Gefahr für die Tiere dar, weil außerhalb von der Weide und im Frühjahr wächst er ein ,dann find ich ihn nimmermehr und ICH HAB JA NOCH EINEN ! also kein Drama wenn ich diesen verlorenen nicht wiederfinde. Da lag er dann ,schaute mich an und sagte „Nimm mich mit rein, hier ists mir zu kalt “ 😉
    Also kann ich den Aussagen im Video nur zustimmen.
    Danke Jürgen.
    Gruss an Alle

  4. Mit dem Parkplatz hat es auch schon ein parmal funkioniert.
    Wenn ich losfahre und ich mir dann sage ich brauche dorten am Ziel ein Parkplatz,
    und dann loßlasse und nicht mehr dran denke bekomme ich jedes mal einen Parkplatz,
    leider vergesse ich oft es so zu machen und suche dann.

  5. Ja, das kenn ich zur Genüge! Ich bin ehrgeizig und mein Anspruch ist oft unerreichbar hoch. Da tappe ich gerne rein 😊.
    Mir fällt spontan ein: ständig suche ich mich und meine Fähigkeiten, was ich kann und ihr soll. …. ich glaub ich renn suchend dran vorbei 🙈🙉🙊.
    LG elisabeth

  6. Ja, das kenne ich.Und mir fallen dazu zwei unterschiedliche Bereiche ein.
    1.) Frau und Handtasche: ich suchte meinen Kamm in der Tasche – ich wusste er muß da sein. Fand ihn aber nicht. Hörte dann auf zu suchen. Irgendwann kramte ich wieder in der Tasche -und hatte den Kamm in der Hand :-))
    2.) Ich glaube auch ernährungstechnisch klappt das. Derzeit esse ich im ketogenen Bereich. Also extremst wenig Kohlenhydrate. Seit ich denken kann liebe ich Chips- auch wenn es nur 38 gr. Packungen sind. Ich konnte immer schlecht an Chips vorbei gehen. Dadurch, dass ich mich auf diese ketogene Ernährung einliess und einfach mal „schauen“ wollte, wie ich das so hinbekomme – tataa – siehe da, es gelüstet mich gar nicht so sehr nach Chips. Das ist ein Oberding! Einfach los gelassen. Das ist eine so ermutigende Einsicht!

  7. Meistens fällt mir während dem Suchen wieder ein, wo ich mein Gegenstand hingelegt habe, weil ich nicht nur wie wild rumsuche, sondern auch oft pausiere und überlege.
    Aber wenn ich bei einer Suche mal etwas nicht finde: Ich finde es später wieder, während ich gerade etwas ganz anderes suche. Da sucht man das eine das man neulich nicht finden kann und findet das andere vom letzten Mal wieder.

  8. Sehr geehrter Jürgen, sehr geehrte Mitmenschen,

    nach einem schweren Verkehrsunfall war ich 2011 so schwer verletzt das ich in ein „künstliches Koma“ versetzt werden mußte.
    20 Knochenbrüche, schwerste Verbrennungen und ein nahezu abgetrenntes Bein machten die ganze Geschichte zum Alptraum für mich.Und weil, wenn man kein Glück hat, das Pech noch oft dazu kommt, ging meine Firma auch noch den Bach hinunter. Dem nicht genug erklärten mir die Ärzte nach meinem erwachen täglich in immer wiederkehrenden Mantras, dass mein Bein wohl abgenommen werden müßte. Bin kein Fachmann aber ich denke man könnte von Stress sprechen.
    Das erste mal im Leben mit so einer Geschichte konfrontiert stieg die Anspannung und Nervosität so stark an, dass ich beinahe den Verstand verlor. Hatte ich doch schon 17 lange erfolglose Operationen, bei denen Muskelteile zur Wiederherstellung entnommen wurden hinter mir.
    Doch wußte ich.“Face your Problem! Don’t give your Back“ (Schau es Dir an, dreh dich nicht weg! Keine Schildkrötentaktik! Es holt Dich sonst ein.)
    Ich stöberte festen Glaubens an mein Bein im Internet und fand eine Menge wahnsinnig toller Protesen und Geschichten über Menschen die ihr Leben damit meisterten. Paralympics lief im TV.
    Alles halb so wild, es geht weiter.
    Ok, dachte ich mir bzw. fühlte ich es mehr.“Was kann ich nun tun damit mein Bein bleiben kann?“
    Die Antwort lies nicht lange auf sich warten. Eigentlich nur zwei Dinge.“Entspannen“. „Loslassen“. Ich weiß nicht wie lange der Kampf dauert und welche Probleme noch auf mich zu kommen. Jeder Microlieter an Durchblutung und Lebensenergie in meinem Bein sind wertvoll. Und Durchblutung sowie Energiefluß unterliegen Verkrampfungen und Panikattaken. Atmen! Ich atmente Stunden in mein Bein und habe den Tag, den ich jetzt gerade erleben durfte „genossen“. Tue das was du heute kannst und gut.Etwas anderes Besitzen wir ja sowieso nicht. Nur den heutigen Tag, das Jetzt.Sollte ich mein Bein verlieren werde ich der beste, hilfsbereiterste, leistungsstärkste Protesenträger den die Menschheit jemals gesehen hätte. Punkt!
    Ich erkannte die Ruhe in mir, und um mich herum, wenn ich sie nur zuliese. Sie ist immer da!
    Die Ruhe und Kraft.
    Vor dem letzten Versuch der Mediziniker, mein Bein zu retten bat ich um meine Zahnbürste und meine Unterhose, checkte aus, machte mich auf die „nichtvorhandenen Socken“ und verlies das Krankenhaus auf eigene Gefahr, um auf einer Trage liegend, in einem Kastenwagen mit Spanngurten verspannt nach Murnau in die BGU zu fahren. Microchirugie.
    Dort angekommen sprach kein Mensch von einer Amputation sondern alle von meiner Genesung. Zwar tricki, doch es sollte möglich sein.
    Wann auch immer…..
    Fast 5 Monate nach dem Crash konnte ein Arzt in Murnau mein Bein in einer !0 stündigen Operation
    retten. War es tatsächlich nur der Arzt? Egal, ich danke ihm sehr. Und mir, und dem Leben, und allen Schwestern sowie allen Menschen die mir geholfen haben.Danke!!!
    Ich laufe nun wieder auf meinen eigenen Beinen und verstehe dass ich von ALLEM ein Teil bin.
    ES kommt zu uns bzw. ist es immer da, wenn wir uns öffnen.
    Die Sonne scheint bei uns, voll schön heute! Ich muß los….ihr wißt schon der Tag der uns gehört…
    Wir treffen uns irgendwann…..Alles Gute und ein schönes Leben in Gesundheit, Liebe und Wohlstand….
    Mit den besten Grüßen
    Alex

    • Wow Alex, mit deinem Beispiel relativierst du so viele von unseren kleinen Alltagsproblemen. Was für eine Geschichte. Und wie du sie gemeistert hast. Mögen viele Menschen davon erfahren. Das gibt Kraft und macht Mut. Vielen Dank, dass du deine Geschichte hier geteilt hast. all good medicine Jürgen

  9. Hallo,
    zuerts hab ich gedacht, ich hab kein Beispiel, bis ich merkte, ich stecke mitten drin!
    In meinem Beruf arbeite ich in einem Team. Ich hatte bis vor kurzem das Gefühl, ich müsse meine Kollegen motivieren und viel Kraft investieren. Zu Guter Letzt war ich ausgelaugt und unzufrieden, denn mein ersehntes Ziel, „motivierte und wache Kollegen“ blieb aus. Nach wiederholtem Ansprechen „gab ich auf“ und ließ los…
    Es läuft.
    Ich hab vorher so enge Scheuklappen gehabt, dass ich mich nicht mehr über die kleinsten Veränderungen freuen konnte, geschweige denn, diese zu sehen. Ich hatte immer etwas auszusetzen…
    Nun fange ich wieder an Kraft zu schöpfen und merke, dass ich ins Gegenteil ausschalge, um mich dann wieder zu zentrieren und bei mir zu bleiben.
    Spannende Erfahrung!!!

  10. Hallo Jürgen.

    Habe auch ein kleines Beispiel dazu.
    Ich verspürte in mir den Drang Teile eines bestimmten Baumes von draussen zu besorgen den ich später als Tee zubereiten wollte.
    Ich wusste wo es viele dieser Bäume gibt. Es ist allerdings nicht so leicht einen zu finden dessen Blätter auch von unten erreichbar sind. Als ich mich in das Gebiet begab von dem ich wusste dort gibt es sehr viele davon hatte ich die Wahl entweder zu suchen oder einfach zu fragen. Ich beschloss den Wald und seine Bewohner zu fragen wo den der nächste für mich ideale Baum wäre und danach meinem Herzen zu folgen. Es tauchte ein Bild in mir auf. Wenn ich gesucht hätte wäre ich zuerst in eine ganz andere Richtung gegangen wo ich wusste das ganz viele dieser Bäume sind. Ich folgte also diesem Bild und suchte den Platz auf den ich gut kannte. Dort hatte ich aber noch keinen dieser Bäume wahrgenommen. Dort angekommen musste ich feststellen das genau ein Baum dort Stand dessen Blätter genau in meiner Körpergröße zu erreichen waren. Ich freute und bedankte mich für das Geschenk.

    Lg

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