Survival – Überleben ist kein Ausnahmezustand!

Wenn Menschen das Wort Survival hören, denken viele sofort an Flugzeugabstürze, an gestrandete Schiffe, Menschen, die in Gletscherspalten gestürzt sind und ähnliche Gefahrensituationen.

Dabei ist Survival auch ihr tägliches Geschäft. Sie müssen sich dazu nicht in einer Gefahrensituation befinden. Das Leben ist eine permanente Survivalsituation.

Natürlich kommen sie ohne Nahrung bis zu 3 Wochen aus. Ohne Wasser schaffen sie es bis zu 3 Tagen und ohne Luft können sie bis zu 3 Minuten überleben. Aber ohne ihren Verstand schaffen sie es nur wenige Sekunden.

Der Verstand ist ihr wichtigstes Überlebenswerkzeug! Schon wenn sie morgens im Bett aufwachen, müssen sie die ersten Entscheidungen treffen. Jede Minute entscheiden sie sich neu. Und ihre Entscheidungen beruhen immer darauf, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Egal ob sie als Grundlage ihre Erfahrungen, ihr Wissen, den Rat von Anderen oder ihr Bauchgefühl verwenden. Sie müssen denken. Und ihr Denken wird so zum unverzichtbaren Überlebenswerkzeug.

Aber wo lernen wir in unserer Gesellschaft erfolgreich zu denken. Denn nur wer erfolgreich ist, überlebt. In der Schule werden sie vergeblich danach Ausschau halten.

Aber glauben sie mir, wenn sie 4 Tage ohne Ausrüstung in den Wald gehen, müssen sie sich Strategien überlegen. Sie müssen nicht nur Entscheidungen treffen, sondern sie müssen vor allem auch die richtigen Entscheidungen treffen.

Nirgends ist die Notwendigkeit so hoch, wie wenn sie dem Tod Aug in Aug gegenüberstehen. Genau das macht vielleicht auch den Reiz des Survival aus, den Menschen seit jeher gesucht haben. Als die Menschen noch in und aus der Natur gelebt haben, wurden noch reizvollere und gefährliche Rituale entwickelt.

Visionssuchen und andere Rituale ließen Menschen immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Und sie haben diese dann auch überwunden. Die Herausforderung ist immer noch unsere stärkste Triebkraft.

In der Schule hat es immer geheißen wir lernen fürs Leben. Aber in der Wildnis habe ich überhaupt erst erfahren, was Leben bedeutet.

Und für die meisten ist auch die Schule schon ein Überlebenstraining. Auch dort lernen wir Strategien, wie wir besser überleben. Die wertvollsten Erfahrungen bekommen wir dort in der Pause. Dort wird das soziale Netzwerk ausgebaut, werden Beziehungen ins Leben gerufen, wird gehandelt, werden Partnerschaften geschlossen, werden Pläne geschmiedet, werden Ideen geboren, werden Verschwörungen geschmiedet, wird gelacht, geweint, geliebt und gelebt.

Die Wildnis ist schon sehr früh zu meinem Pausenraum geworden und ich finde den Lebensraum Natur bis Heute als Pausenraum mehr als geeignet. Und was ich in der Natur gelernt habe, lässt sich zu 100 % ins tägliche Leben integrieren.

Survival beschränkt sich nicht auf Situationen, auf Lebensräume, auf Lebens- oder Zeitabschnitte, oder auf bestimmte Ereignisse. Jede Entscheidung in unserem Leben ist wichtig. Und jede Entscheidung bestimmt über unser Leben.

Survival ist Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Und sie müssen nicht mit dem Flugzeug abstürzen, oder freiwillig wochenlang in der Wildnis leben, um ein Survivalexperte zu werden.

Schalten sie einfach ihre Sinne ein. Nehmen sie das besser wahr, was um sie herum geschieht. Werden sie wachsamer und ihr Leben wir automatisch reicher.

ÜBUNG:

Sie entscheiden genau jetzt, wie ihre Zukunft aussieht. Also lehnen sie sich ruhig einmal zurück, atmen sie tief ein, halten sie den Atem an und dann stoßen sie einmal alles aus ihrem Körper hinaus, indem sie stark ausatmen. Lassen sie sich fallen und schalten sie alle ihre Sinne ein. Halten sie diesen Zustand für einen Moment. Achten sie darauf, wie sie sich dabei fühlen.

Wenn sie sich dabei gut fühlen, dann könnten sie diese einfache Übung mehrmals täglich wiederholen. Das kann ihre Aufmerksamkeit erheblich steigern. Sie kommen dadurch gut in den Moment. Und das ist der einzige Ort, wo Leben wirklich stattfindet.

Das ist der Ort, an dem ihre Entscheidungen getroffen werden und es ist der einzige Ort, an dem sie das wahrnehmen können, was tatsächlich ist.

Und vielleicht können sie auch mithelfen, eine Survivalakademie für unsere Kinder zu schaffen. Also einen Pausenraum, in dem sich die Kinder sicher und frei bewegen können. Ein Raum, in dem sie ihre Erfahrungen fürs Leben machen können. Ein Raum in dem sie erfahren können, was Leben überhaupt bedeutet und wer sie selbst sind und wie sie in Bezug zum Leben stehen.

Ich hoffe, ich habe sie jetzt nicht überfordert. Survival ist für mich mehr, als nur Würmer zu essen und ein paar kalte Nächte zu überstehen, bis man wieder vor dem Fernseher sitzt. Survival ist die Kunst, in jedem Lebensraum zu überleben, und dabei jeden Tag über sich selbst hinauszuwachsen.

Wir können in die Wildnis gehen und dort erfahren, wer wir sind. Und wir können die Fertigkeiten zum Leben in der Wildnis erlernen, um für immer bequem und erfüllt in der Wildnis zu leben. Aber wir können diese Erfahrungen und Techniken überall hin mitnehmen und auch überall anwenden.

Es sind wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse. Ein Ältester der Haudenausonee hat es so ausgedrückt: „Die Natur hält alles Wissen bereit.“

Also gehen sie hin und holen sie das Wissen ab.

Hier können Sie auch über dieses Thema lernen:

http://www.survival.at/naturmentoringonline

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