Fallenbau – Wirkungen, Nebenwirkungen und Notwendigkeit

Gerade eben ist mir wieder klar geworden, welche Verantwortung das Fallenstellen darstellt. Es ist ein euphorisches Thema. Es aktiviert Urbereiche in unserem Gehirn, lässt Adrenalin fließen, und bringt Menschen in Sekundenschnelle ins Tun.

Die Jagd ist sehr tief in uns Menschen verankert. Tausende oder zigtausende von Jahren, war der Mensch vom Fallenstellen abhängig. Mittlerweile sind wir von der direkten Nahrungsbeschaffung abgekommen. Das Fangen und Töten überlassen wir skrupellosen Dritten und Jemand, der nicht offiziell die Lizenz zum Töten hat, wird sofort zum Tierquäler abgestempelt.

Pilatus hat uns gezeigt, wie wir am besten unsere Hände waschen und je mehr wir in die Abhängigkeit der Nahrungsindustrie gelangen, desto weniger begreifen wir auch die Zusammenhänge.

Im Straßenverkehr sterben jährlich rund 9 Millionen Wildtiere. Da sind Vögel meist nicht mitgerechnet. Andere Statistiken verweisen auf 25.000 Tiere pro Tag. Diese Zahlen beziehen sich alleine auf Deutschland.

Und was ist mit den vielen Tieren, die am Felde niedergemäht werden, die qualvoll dem Wintertod erliegen, weil ihre Reviere dem Anbau von Soja streitig gemacht werden. Vegetarier reagieren meistens sehr heftig auf die Jagdthemen. Aber ist das Leben einer Pflanze nicht genauso kostbar, wie das Leben eines Tieres?

Wenn wir wirklich mit der Natur Eins sein möchten, dann können wir uns keine spirituelle Arroganz leisten, die unterschiedliche Lebensformen auf verschiedene Stufen stellt. Erst wenn wir für einen abgerissenen Grashalm das Gleiche empfinden können, wie für ein sterbendes Säugetier, können wir Eins mit allen Dingen und Lebewesen werden.

Ich war auf diesem Platz. Und ich habe festgestellt, dass ich nicht länger leben kann, wenn ich dieses Empfinden nicht kontrollieren kann. Einzig als Einsiedler im Wald wäre es möglich, dieser hohen Ethik und Moral gerecht zu werden. Und selbst dort würde es nicht gelingen, ohne das Töten zu überleben.

Vor allem Kinder legen einen skrupellosen Umgang mit Tieren an den Tag. Sie fangen Grashüpfer und sperren sie in Gläser, sie fangen Eidechsen, Frösche, …. Kinder machen das übrigens weltweit. Und es benötigt Niemanden, der ihnen das zeigt. Haben Sie das als Kind nicht auch gemacht?

Aber wo kommt dieses Verhalten her? Seltsam ist auch, dass Kinder Tiere meistens über alles lieben. Kann Liebe wirklich im wahrsten Sinne des Wortes erdrückend sein? Reden wir aber nicht immer von einer heilen Welt voll mit Liebe? Was steckt dahinter?

Was passiert, wenn ich ein wildes Tier mit einer Falle fange? Natürlich ist das Tier in einem hohen Stresszustand. Allerdings hat man auch herausgefunden, dass Tiere, die einmal angeschossen und überlebt haben, oder gefangen wurden und wieder freigekommen sind, wesentlich älter werden, als andere Tiere. Sie haben eine Lektion gelernt, die ihr Leben verlängert. Sie werden zu alten Tieren, die eine besondere Weisheit in sich tragen.

Zur falschen Zeit kann das Fangen von Tieren allerdings auch dazu beitragen, dass Tiere durch diesen Stress sterben. Das kann vor allem im Winter passieren. Aber Wildtiere haben generell einen vielfach höheren Überlebenswillen, als Tiere, die in Gefangenschaft leben. Es gibt Tests darüber. Wie immer sind diese Tests sehr grausam.

Man hat eine wilde Ratte und eine in Gefangenschaft lebende Ratte in einen Eimer Wasser gegeben und die Zeit gestoppt, wie lange es dauert, bis die Tiere ihren Überlebenskampf aufgeben. Wenn ich mich recht erinnere lag es bei 10 Minuten beim gefangengehaltenen Tier und bei 8 Stunden beim Wildtier. Was für ein Unterschied.

Für mich hat dieses Experiment eine Menge Aussagekraft. Umgelegt auf den Menschen ist das nämlich genauso. Und leben wir Menschen mit wenigen Ausnahmen nicht auch in Gefangenschaft, in Käfigen und Legebatterien, mit Fütterungsstellen, Fremdverwaltung und Fremdbestimmung?

Wenn sich das bei Ratten auf das Wesen auswirkt, dann sicherlich auch bei Menschen.

Aber zurück zu den Auswirkungen. Wie wirkt das Fangen von Tieren auf die Kinder? Können sie dabei etwas lernen? Oder ist dieses Verhalten sogar genau deswegen entstanden? Ist es vielleicht ein natürlicher Trieb, der später das Überleben sichern soll? Lernen die Kinder dabei nicht, wie sie sich Nahrung beschaffen? Lernen sie nicht gleichzeitig, wie zerbrechlich so ein Lebewesen ist?

Ich erinnere mich noch an meine Kindheit. Ich hatte mein Zimmer voll mit Terrarien, Aquarien, mit Eimern, in denen Tiere wohnten, mit Schnecken und Waschmitteltonnen voll von Spinnen am Balkon.

Wo hat es mich hingeführt? Es hat mich so sensibel gemacht, dass ich eines Tages meiner Mutter nicht mehr den Rasen mähen konnte, weil ich kein Gras töten wollte. Ich konnte ihr die Bäume nicht mehr schneiden und habe sie beschimpft, sie sollte sich das doch schon überlegen, bevor sie einen Baum pflanzt. Sie soll lieber Büsche pflanzen, ….

Ein so sensibles Leben ist heute sehr schmerzvoll. Irgendwann wird es unerträglich. Ich habe gelernt, diesen Platz in meinem Inneren aufrechtzuerhalten, aber ihn auch kontrollieren zu können. Aber wir maßen uns an, über Dinge zu urteilen, sie zu bewerten. Gleichzeitig sind wir mit keiner Handlung, die wir heute ausführen, frei von Schuld. Mit diesem Paradoxon müssen wir leben lernen.

Vielleicht hat der kleine Vogel, der in die Falle gegangen ist, die Kinder unterrichtet. Vielleicht hat er ihrem Geist übertragen, wie es sich anfühlt, dem Tode ins Auge zu sehen? Vielleicht hat er ihr Wesen auf eine Art berührt, durch die die Kinder ihr restliches Leben lang, Vögel mit anderen Augen betrachten. Vielleicht ist ihre Liebe zu den Vögeln dadurch gewachsen, weil sie einen wilden Vogel mit bloßen Händen berühren konnten. Das kann ein magischer Moment sein.

Ja, das sind viele unbeantwortete Fragen. Und jeder, der eine Falle aufstellt, sollte sich damit auseinandersetzen. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die uns viel über unser Leben erzählt.

Wenn Sie Ihrem Herzen folgen, passen Sie auf, dass es in Wirklichkeit nicht Ihr Verstand ist.

 

 

 

12 Gedanken zu “Fallenbau – Wirkungen, Nebenwirkungen und Notwendigkeit

  1. Dieser Satz ist immens wichtig doch nicht abgeschlossen in seiner Aussagekraft.

    In unserer Gesellschaft, besonders auch in der Spirituellen, reden alle vom Herz und fühlen alles im Herz, auch Religionen reden immer vom Herz als dem Gefühlszentrum, doch ist das ein Irrtum. Herzgefühle sind sehr verstandesgesteuert. Wahrnehmungen werden durch den Verstand im Herz idealisiert. Und dabei haben wir so einen wundervollen Körper der in jeder Faser und Zelle fühlen kann.
    Herzgefühl ist überwiegend Meinungssache und weniger echtes Mitgefühl, auch bei Tieren.

    Wie fühlt sich ein Tier?

    Es ist ein tragischer Irrtum, wenn wir unsere menschliche Wahrnehmung 1:1 auf die Tier- und Pflanzenwelt übertragen. Denn weder Tiere noch Pfalnzen haben wohl die gleiche Meinung über ihr Dasein wie wir überzivilisierten Menschen.

    Herzliche Grüße
    Peter

  2. Ich finde diese Stellungnahme sehr gut und nachvollziehbar. Viele Menschen, die auf solche Videos sehr sensibel reagieren, haben z.B. kein Problem damit, Fisch zu essen, obwohl ich mir fast absolut sicher bin, dass viele dieser Fische dann einfach qualvoll „ersticken“, als das jeder einzeln schonend getötet wird. Fische sind für uns Menschen stumm – es fällt schwer, ihre Gefühle und Empfindung wahrzunehmen

    Ein kleiner Singvogel, der gefangen wird, piepst natürlich um sein Leben. Über den Gehörsinn nehmen wir wahr „das Tier hat Angst“ oder „das Tier ist in Not.

    Man darf es diesen Menschen also nicht übel nehmen, wenn sie für die Empfindungen mancher Tiere mehr, und für die Empfindungen anderer Tiere weniger Mitgefühl verspüen. Ein kleines Vögelchen ist eben „süß“ und löst beim Menschen instinktiv das Gefühl aus, es beschützen zu müssen. Bei einem glitschigen Fisch, fällt das schwieriger.

    Gerade im Internet wäre ich daher mit solchen Videos vorsichtig, da sie sehr schnell falsch aufgefasst werden könnten.
    Der Sinn des Videos, nämlich die Demonstration des Fallenbaus, ist ersichtlich. Auch ist klar, dass dieser Vogel jetzt natürlich in Zukunft vorsichtiger sein wird, und dadurch entweder länger lebt, oder eine Art Essstörung entwickelt.

    Und dennoch bleibt, so viel Toleranz, Respekt und Verständnis ich auch aufbringe, eine Frage offen: Was bringt das Fangen eines so kleinen Vogels in einer Survivalsituation?

  3. Hallo Jürgen,
    Dein Kommentar zeigt wie tief Du Dich mit dem Thema auseinander gesetzt hast. Was ich lange nicht wußte, daß selbst Flanzen Abwehrmechanismen haben. So schlagen die Teepflüggerinnen die Pflanze, die dann sofort Bitterstoffe in die Blätter treibt, die den „Fresser“ abhalten sollen. Davon profitiert auch der Veganer, mit gutem Gewissen. Die Pflanzen können bei Bedrohung nicht nur Abwehrmaßnahmen einleiten, sondern sie warnen auch ihre Nachbarn. In Afrika wurde eine größere Herde Antilopen tot aufgefunden. Nach Obduktion fand sich die Erklärung, die wahrscheinlich der dort lebende „Scout“ auch weiss. Die Antilopen haben immer Blätter von Büschen gegessen. Aber immer nur gegen den Wind und nur 10 Minuten. Denn danach war das „Gift“, das die Pflanze produziert hatte, im Blatt angelangt. Also kurz fressen und dann den Busch wechseln. Eines Tages hatten die Menschen einen Zaun gebaut und den Antilopen war es nicht möglich, gegen den Wind zu laufen. Somit nahm das Desater seinen Lauf. Wenn also Pflanzen „denken, handeln und kommunizieren“ können, könnte man auch sich Fragen, ob ich sie noch essen darf. Demeter -die höchste Bio Anforderung- gibt es nach der reinen Lehre auch nur, wenn Tierhaltung für den Dünger vorhanden ist. Bei Verzehr von Demeter-Produkten habe ich auch immer auch den Tod einiger Tiere dabei. Was ist die Lösung? Dogmas helfen nicht weiter. Es ist wohl die verantwortungsvolle Einstellung -wie Du es beschrieben hast- zu Mensch Tier und Natur.
    LG Jürgen Westphal

  4. Nach dem Video habe ich genau diese Reaktionen erwartet und finde diese Antwort sehr gut. Ich denke auch oft daran, wenn ich durch den Garten gehe, und es unter mir knackt – weil ich aus Versehen auf eine Schnecke getreten bin – daß es immer Verluste geben wird, auch wenn ich die Schnecken wegen dem Schaden am Gemüse nicht mehr erbarmungslos vernichte. Diese Gratwanderung ist eine Lehrwanderung in unserem Leben.

  5. ich würde mich als sehr sensibel bezeichnen, extrem tierliebend und habe tiere wenn ich sie gefangen habe als kind sofort wieder ausgelassen.. hab die kommentare nicht gesehen, aber ein kurz in einer vogelfalle gefangener vogel hat von meinem gefühl und einschätzung her zwar einen schrecken, aber nicht mehr davongetragen. und man darf nicht immer nur den moment sehn, vögel sind heutzutage auf das ausgerichtet, sie sind durch ihre fluggabe eins der freisten lebewesen auf der erde, brauchen aber die erde zum überleben, und auf dieser ebene lauern gefahren. dort warten katzen, marder, greifvögel, offene fenster, sie können gegen fensterscheiben oder autos knallen. vögel sind wachsam, und sie machen `fehler´ wie wir menschen, lernen aber auch daraus. und die wenigsten haben normalerweise das glück, aus einer `falle´ wieder rauszukommen.. und ich weiß von mir selbst, es kann einer der wunderbarsten momente sein, wenn man überlebt oder noch eine chance bekommt.. ich finde spielerisches fallen stellen und lernen wichtig.. überhaupt dass sich kinder mit natur befassen, sehr viele befassen sich damit nur mehr vor dem fernseher, oder bald sogar auch in virtuellen computerspielen (es gibt scheinbar auch schon survivalspiele am markt..) wo führt das hin? außer dass die kluft zwischen mensch und natur noch größer wird, er trennt sich selbst ab, vom leben und vom tod. ich finde jeder mensch der fleisch isst sollte einmal ein tier umgebracht haben. und ich weiß wie hart das sein kann, aber es würde die kluft und die `vakuumgesellschaft´ wie ich sie gern nenne etwas mehr verringern. wer das tier das er isst selbst umbringt, überlegt es sich beim nächsten mal dreimal ob er es wieder macht. und wenn es nicht am mitgefühl liegt, dann vielleicht daran weil es in der wildnis ohne hilfsmittel mit ziemlichen wissen, aufwand und zeit verbunden ist. genau dieses wissen und dieses bewusstsein fehlt der gesellschaft.
    und survival ist das was es wieder zurückholen könnte…
    ich hab mich für die kinder und den vogel gefreut.. 😉 und über das video, danke

  6. Ein sehr guter Beitrag!

    Ich lernte in meiner Wildnispädagogischen Ausbildung etwas über die „Heilige Jagd“, was es für die Tiere bedeutet, wenn sie uns ihr Leben geben damit wir überleben können. Ist allerdings das Sammeln und zubereiten von Kräuter und Gemüse nicht daselbe. Wenn wir uns mit Achtsamkeit und Respekt jedem Lebewesen(damit meine ich auch die Steine, Pflanzen, Tiere, Bäume, 4 Elemente.. usw..) gegenüber nähern und es aus Notwendigkeit sammeln, Pflücken, Jagen oder Töten, dann ist die Absicht zur Stillung unserer Grundbedürfnisse.

    Eine Geschichte möchte ich teilen:

    Ein Pfarrer kam zu Wolfgang und sagte zu ihm: Er hat sich schon so lange mit der Wildnispädagogik beschäftigt und nur eines hat er nicht gelernt: Zu Töten! Er möchte gerne ein Wildtier töten!

    Wolfgang sagte zu ihm: Wenn du es wirklich willst, dann solltest du das Tier kennenlernen dessen Leben du nehmen willst. Der Pfarrer dachte lange über diese Worte nach. Schließlich lernte er alles über Rehe, Welchen Familienverband sie angehörten, Welche Stellung jedes Reh innerhalb der Familie hatte, Was sie gerne essen, Wann und Wie sie ihre Jungen bekammen und aufziehen…Er Lernte alles über Rehe und es dauerte ca. 2 Jahre. Er ging wieder zu Wolfgang und er sagte ihm er sei bereit dazu. Also ging er auf die Pirsch und als er eines der Rehe vor sich hatte, rannen im die Tränen herab, er legte an, das Tier blieb stehen und bot sich im an. Er drückte nach langm Zögern ab. Er ging zu dem geschoßenem Tier und weinte, dankte dem Tier das es ihm ein großer Lehrer gewesen ist, denn es zeigte ihm den Tod eines geliebten Lebewesens. Er verwendete alles von dem Tier… aber das ist eine andere Geschichte.

    Achtung und Respekt vor jedem Lebewesen!

    Just my2cent!

  7. ..der Beitrag ist hervorragend, sollte durchaus von Pädagogen gelesen und genutzt werden. Wer in der Natur überleben muss, benötigt diese Fertigkeiten. In der Natur gibt es kein Gut und Böse, auch keine Gnade, es zählt nur die Fähigkeit sich anzupassen. Es wird auch nur das entnommen, was man tatsächlich braucht, sowie wirtschaftliche Interessen mit spielen, wird das Gleichgewicht zerstört…

  8. Grossartige Betrachtung!
    Ich selbst bin auch Jäger und Fischer, mit Lizenz zum Töten, wie Du treffend bemerkst.
    Für mich selbst gilt aber der Grundsatz: Ich töte nur, was ich auch esse – und wenn es ein Käfer oder Ameise ist!
    Die Wirklichkeit – das Jetzt und nicht der Verstand, meinte auch Buddha….

  9. Zugegeben, das mit der Jagerei ist eine ziemlich zwiespältige Angelegenheit. Es gibt auch tatsächlich schon lange nichts mehr, was sich in irgendeiner Form bewegt, dass nicht gegessen wird. Ob Raupen, Würmer oder Riesentiere. Sobald es sich irgendwie vorwärts bewegt: Es wird gegessen. Und manchmal sind das sogar Mitmenschen. Auch Kannibalismus genannt. Nur haben Sie oder wir das nicht einfach einem „angeborenen Jagdinstinkt“ zu verdanken, wie oft angenommen wird, sondern mit ziemlicher Sicherheit dem ersten Erdbeben, dass so ungefähr beim Sündenfall zuerst einmal stattgefunden haben dürfte. Es hat dazu geführt, dass als erstes Insekten, (die erste fleischliche Nahrung) im offenen Mund gelandet (hineingeflogen) sind. Seither beklagen sich Alle auch noch beim Genuss von Aepfeln und vorallem über die doofe Eva, der wir seither die Vertreibung aus dem Paradies zu verdanken hätten. Es gibt allerdings auch ein paar Schlüssel zum Sündenfall, denn so einfach ist es jetzt auch wieder nicht. Einer davon ist: „Sie können meinem Kopf auch Apfel sagen. Nur Eines sollten sie lieber nicht: Sich daran vergreifen, denn das trifft den Kern der Sache nicht , nämlich den Zank um mein Gesicht…..usw. “ Womit wir wieder beim Fleisch („meinem Kopf „) angelangt aber trotzdem nicht mehr im Paradies sind. Allerdings dürfte dem wiederum nur über begrenzte Zeit so sein,(wie lange noch kann ich allerdings zur Zeit auch nicht sagen. können noch mehrere Generationen sein.) wenn es zutrifft, dass seit dem Sündenfall genauso einfach eine neue Erde entsteht. Das So ganz und nur noch in der Patsche sitzen wir deshalb auch wieder nicht. Immerhin haben alle grossen Religionen der Welt in irgendeiner Form Fastenzeiten in ihren Lehren, um 8übrigens aus genau diesem Grund) den Körper zu entgiften. Denn die Abbauprodukte des schwerverdaulichen Fleisches, bleiben des öfteren so lange im Körper, dass dieser völlig irritiert, seinem Auftrag nachkommt, alles was sich länger als sowieso im Körper befindet, aufrechtzuerhalten. Da er aber Fleisch nicht selber herstellen kann, muss er es von aussen zuführen. Und genau das nennt sich ein Suchtverhalten entwickeln, (= Anzeichen von Gift) wie das übrigens auch bei allen Drogen, Tabletten, Zigaretten und Alkohol und all den sonstigen Giften der Fall ist, die eine solche Struktur haben ) mit der vorwiegenden Vorstellung ohne Fleisch nicht mehr auskommen zu können. Was sich aber längst als ein absoluter Irrtum erwiesen hat. Es gibt unglaublich viele Vegetarier und sogar Veganer, die liebend gern auf fleischliche Produkte verzichten, ohne auch nur im Geringsten die Idee zu haben, dabei etwas entbehren zu müssen. Ich bin selber seit inzwischen vielen Jahren Veganerin, weil und seit ich gemerkt habe, dass ich vom Fleisch und tierischen Produkten regelrecht krank geworden bin. Inzwischen ist auch klar warum. Wer selber aus Fleisch besteht, sollte Keines essen oder sich nicht wundern wenn der Körper eines Tages völlig irritiert nicht mehr weiss, was er jetzt genau alles verdauen soll und was nicht. ( Was sogar zur Entwicklung von Krebs oder Polypen führen kann, wenns dann ums nicht mehr wissen wie ausscheiden geht.) Bei den Einen dürfte das früher der Fall sein, als bei den Andern. Aber es ist und bleibt ein Märchen,das wir für eine gesunde Ernährung tierisches Eiweiss brauchen. Dafür gibt es einfach zu viele gegenteilige lebende Beweise. Und als die Aerzte das letzte Mal behauptet haben, man würde nur mit Genuss von Fleisch bei Kräften bleiben, Gemüse sei deshalb eher schädlich, ist nachweisbar in grösserem Unfang die Tuberkulose ausgebrochen und hat unzählige Menschen dahingerafft, bis man dann durch die Erst – Entdeckung der Vitamine etc. herausgefunden hat, dass man alles Andere als auf Gemüse verzichten soll. Das Umstellen z. B. zuerst mit Hilfe von Tofu, dass man wie Fleisch würzen kann, kann deshalb sogar Leben retten. Auch wenn man keine schnellen Erfolge erwarten soll. Aber einfach dranbleiben denn es ist auch normal, dass man das nicht sofort schafft, sondern auch umkippen kann, bis man über den Berg ist. dann werden Sie allerdings die Entdeckung machen dürfen, wo überall es ihnen so “ auf einmal“ überall besser geht. Wie z.B. nicht mehr müde werden nach dem Essen, keine Verdauungshilfen mehr brauchen (Wein,Zigaretten, Unmengen Kaffee etc.) Weshalb sich so gesehen eigentlich nur die Frage stellt, welchen „Stress“ man sich zuführen soll. Die Angst vor der gewünschten Malzeit von den grösseren Tieren zuerst einmal selber aufgefressen zu werden oder beim Warten vor dem Mausloch auf irgend eine Regung der Selben dann doch noch zu verhungern, weil die Maus doch noch einen anderen Ausgang gefunden hat usw. Ueberall wo die Mutter: „Pfui ! gesagt hat: Man isst doch keine Würmer, Raupen und Spinnen essen sowieso nur Hexen!“ sich dann trotzdem qualvoll zu überwinden es trotzdem zu tun. Oder möglichst viele essbare Pflanzen auswendig zu lernen. Bei mir sind dann allerdings auch zunehmend moralische Bedenken aufgekommen. Als tierliebende Person konnte ich es irgendwann nicht mehr gutheissen, zu behaupten ich hätte diese gerne, sie aber trotzdem zu essen. Ich habe meinen Nachbarn auch gern, erschlage ihn aber trotzdem, weil ich mir damit irgendwelche Vorteile verschaffen kann. Wäre so ungefähr das Nächste. Da begreifen es wenigsten die Meisten gerade noch, dass das früher oder später kein gutes Ende nimmt. Auf jeden Fall habe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, dass mir das die Tiere, als würden sie das riechen, vorallem auch die Wilden) regelrecht danken. Als Beispiel habe ich z. B. von den Rehen gelernt, wie man es nich auf dem Naturboden gemütlich macht, wenn man eine Runde Schlaf braucht und nicht voller Ameisen etc. erwachen will. Die scharren zuerst vom Boden das Gröbste weg, bis sie eine „weiche Stelle“ finden oder zurechtgezimmert haben.Usw. Und das möchte ich beim besten Willen nicht mehr vermissen. Aller- Spätestens wenn Sie krank werden, sollten Sie deshalb absolut unbedingt auf Fleisch verzichten. Vor Allem auch in der Wildnis. Und nehmen sie nicht einfach künstliche Vitamine. Sie erhöhen damit sämtliche Chancen wieder gesund zu werden. Weil der Körper nicht die ganze Kraft zum Verdauen braucht, sondern damit die eigene Körperabwehr verstärken kann. Macht man übrigens aus gleichem Grund in allen seriöseren Spitälern. Wenigstens früher noch. Das Buch“ Der grosse Gesunheits-Konz“ von Hr. Professor Konz, weiss darüber übrigens noch weitaus Genaueres. ( Uebrigens das, was in der Originalbibel einst auch als „fleischliche Gelüste“ bezeichnet wurde. Und beim besten Willen nicht wie oft fälschlicherweise angenommen etwas mit Sexualität zu tun hat. Ausser sie erzwingen das mit aller Gewalt. Habe schon so viele gute Tipps gelesen, dass ich hoffe, dass das dem Einen oder Andern vielleicht auch etwas bringt. Und was mich auch noch interessieren würde: Wie macht man sich draussen brauchbare, einigermassen bequeme Schuhe, wenn es kein Fell oder Leder sein darf? Gibt es da irgendwelche Tipps? Mit besonderem Gruss an alle Ueberlebenskünstler: K. Honegger.

  10. Vielen Dank für die wunderbaren Beiträge. Einen großen Dank auch an diesen kleinen Vogel. Wenn man bedenkt, wieviele Menschen dieser Vogel berührt hat und wieviele tiefgründige Gedanken dadurch in die Welt getragen wurden, da bleibt mir nur Dank zu sagen. Hier noch ein kleiner Oneliner, der mir dazu einfällt: „Mit jeder unbeantworteten Frage kommen wir der Wahrheit ein Stückchen näher.“
    all good medicine Jürgen Gerzabek

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