Psychologische Aspekte im Survival

Survival ist in erster Linie ein psychologisches Problem. Die physische Komponente im Survival ist zwar auch ein entscheidender Faktor, aber ein Zweitrangiger. Aber beide Komponenten stehen in einer Wechselwirkung. In sehr vielen Fällen sterben gerettete Personen nach ihrer Rettung, ohne einen physischen Schaden zu haben.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Macht der Gedanken sie zum Tode verurteilt. Die Macht der Gedanken ist so stark, dass sie die Gedanken real macht. Das ist heute kein großes Geheimnis mehr. Die meisten „Wünsch dir was Techniken“ arbeiten mit dieser Methode.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass Techniken am besten funktionieren, wenn die Notwendigkeit extrem hoch ist. Es gibt keine größere Notwendig, als am Leben zu bleiben. Dem Tod ins Auge zu sehen, lässt eine der größten Notwendigkeiten entstehen. Aber warum geschieht das auch, wenn der Körper gar nicht gefährdet ist?

Das ist das Entscheidende. Der Mensch schafft sich seine Realität durch seine Gedanken. Wenn jemand in eine aussichtslose Situation kommt, kann es für ihn den Tod bedeuten. Ein anderer Mensch kann in die gleiche Situation kommen und fühlt sich darin sogar noch wohl.

Nicht was Sie essen, bestimmt, was Sie sind, sonder einzig und allein, was Sie denken.

Wenn Sie diese Aussage dementieren, dann sind es Ihre Gedanken, Ihre Überzeugungen, die Sie dazu veranlassen. Wenn Sie Ihre Gedanken und Überzeugungen ändern würden, dann würden Sie etwas anderes sagen. Und es bleibt nicht beim sagen. Ihr Leben wird sich buchstäblich verändern.

Die Survival Forschung hat unzählige Fälle untersucht und es immer wieder bestätigt. Man hat auch viele Versuche gemacht, die bestätigen sollen, dass die Macht unserer Gedanken unser Leben bestimmen.

Warum also kommen Menschen in bestimmten Situationen so unterschiedlich klar?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

Der Stand ihrer Fertigkeiten und ihres Wissens

Die technische Ausrüstung

Die Komfortzone

Der Umgang mit schwierigen Situationen

Ihre Haltung

Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie sich in einer Ausnahmesituation helfen. Und vor allem, je besser Sie Ihr Wissen auch praktisch beherrschen, desto besser Ihre Überlebenschancen. Survival Fertigkeiten unserer Vorfahren sind die sicherste Vorbereitung auf schwierige Zeiten. Sie funktionieren immer und überall.

Die technische Ausrüstung kann gut helfen. Aber die Survival Forschung hat gezeigt, dass das Vertrauen in die Ausrüstung schnell verloren geht. Das ist deshalb, weil es keinen Ausrüstungsgegenstand gibt, der ewig hält. Und was viel öfters vorkommt, dass die Technik versagt.

Alles was mit Batterien betrieben wird, ist stark begrenzt einsetzbar. Sich darauf zu verlassen, wäre Leichtsinn. Das zeigen die Studien der geretteten Personen. Wenn Ihr Herz an der Ausrüstung hängt, dann sollten Sie sehr vorsichtig sein.

Die Komfortzone ist der Bereich, in dem sich ein Mensch wohlfühlt. Manche fühlen sich bei 20 Grad Raumtemperatur wohl, andere auch bei 17 Grad. Manchen macht Regen nichts aus, anderen schon. Hier gibt es so ziemlich jede Abstufung. Wenn Sie es nicht gelernt haben, die Elemente zu akzeptieren, dann werden Sie rasch in Bedrängnis kommen.

Für Naturvölker sind die Elemente keine Feinde. Sie lernen damit umzugehen und fügen sich in den Lauf der Dinge ein, wie die Tiere und Insekten des Waldes. Es ist für sie kein Grund, ihr Leben aufzugeben.

Viele Menschen fühlen sich heute schon bei einem nächtlichen Stromausfall bedroht, obwohl ihre physischen Grundbedürfnisse mehr als gestillt sind. Das liegt daran, weil Sie auch seelische Grundbedürfnisse haben. Was brauchen Sie für Ihre Seele? Was könnte es außer dem Fernseher noch geben, das Sie zufrieden macht? Erweitern Sie Ihre Komfortzone täglich und Sie werden ein glücklicher Mensch.

Aus diesem Training können Sie auch den vierten Punkt ableiten. Der Umgang mit schwierigen Situationen ist trainierbar. Auch die Kontrolle Ihrer Gedanken ist trainierbar. Es gibt Menschen, die haben eine extrem hohe Körperbeherrschung. Sie können Blutungen zum Stillstand bringen, ihren Herzschlag manipulieren und ihren gesamten Stoffwechsel nur durch Gedanken beeinflussen.

Lernen Sie mit schwierigen Situationen umzugehen. Sie können das täglich üben. Dazu müssen Sie nicht in den Dschungel. Das moderne Leben ist Dschungel genug.

Wenn Sie gelernt haben, in jeder Umgebung mit dem leben zu können, was Ihnen die Natur bietet, dann haben Sie einen großen Vorteil gegenüber den meisten Menschen. Nicht nur dass Sie überall mühelos überleben können. Nein auch Ihr tägliches Leben in der Zivilisation wird sich dadurch verändern.

Ihr tiefstes Inneres weiß, dass es nichts gibt, mit dem Sie nicht klar kommen. Sie sind frei in Ihrem Denken und Handeln. Sie werden immer sehr positiv eingestellt sein. Wo andere Menschen Suizid Gedanken bekommen, kann Ihr Ausweg immer noch in die Wildnis führen, weil Sie sich dort absolut zu Hause und wohl fühlen. Der Weg in die Natur ist der Weg zu sich selbst.

Und schließlich wird in der Wildnis eine neue Haltung geboren. Diese Haltung bekommen Sie auch, wenn Dinge nicht so laufen, wie Sie sich das vorstellen. Schwierige Situationen helfen uns, Dinge zu relativieren. In einer Full Survival Situation würden Sie möglicherweise alles essen. Ich habe Schüler gehabt, die zurückkamen und gesagt haben: „Ich werde nie wieder eine alte Scheibe Brot wegwerfen.“

Das ist eine ganz andere Haltung, als Sie in unserer konsumüberfluteten Welt heute üblich ist.

Und diese Haltung erfahren wir vorallem dann, wenn wir in Survivalsituationen gehen. Unsere Urgroßeltern haben das noch miterlebt. Ihre Haltung war anders. Sie gingen wesentlich bewusster mit den Ressourcen um. Im Survival lernen Sie das schnell. Und es ist wichtiger als je zuvor, diese Haltung einzunehmen und die Ressourcen zu schonen.

 

 

 

 

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