Notnahrung aus der Natur

Im Wilderness Survival ist Nahrung das letzte Grundbedürfnis, das gestillt wird, weil man ohne Nahrung bis zu 3 Wochen auskommen kann. Im Grunde handelt es sich nicht um Notnahrung, aber häufig wird die natürliche Nahrung paradoxer Weise genau so bezeichnet.

Jeder, der schon einmal in eine Full Survival Situation gegangen ist, wird aber wissen, dass die Kräfte schon in den ersten Stunden schwinden. Die ersten Tage einer Überlebenssituation sind im Full Survival mit viel Arbeit verbunden.

Sie müssen ein Biwak errichten, sie müssen sich um Wasser, um ein Feuer und um Feuerholz kümmern. Danach sind Sie meistens schon zu erschöpft, um sich auch noch um Nahrung zu kümmern. Deshalb rate ich Ihnen, sich Ihre Notnahrung gleich mit zu besorgen, damit Sie am Ende des ersten Tages auch eine warme Mahlzeit im Bauch haben.

Das wird nicht nur Ihren Körper stärken, sondern auch Ihre Psyche, Ihren Glauben und Ihr Durchhaltevermögen. Wenn Sie unbedingt fasten wollen, dann sollten Sie das nicht während eines Full Survival Aufenthaltes machen. Dort sollten Sie lieber testen, wie Sie mit den neuen Bedingungen zurechtkommen. Wenn Sie erst einmal geschwächt sind, was beim Fasten in freier Natur nicht vermeidbar ist, dann sind Sie schon verloren.

Sie können dann nur noch in wartender Stellung überleben, und die hat ein Zeitlimit. Damit geben Sie Ihr Leben aus der Hand. Hier ist es von Vorteil, wenn Sie Notnahrung für zumindest drei Tage mit sich führen. Dann haben Sie nämlich die aufwendigsten Arbeiten hinter sich.

Falls Sie nichts dabei haben und wirklich Full Survival unterwegs sind, dann müssen Sie sich darum kümmern, was Sie essen werden. Und ich würde mich nicht erst in 3 Wochen darum kümmern, sondern sofort. Auch wenn sie NotNahrung mit sich führen, sollten Sie keine Gelegenheit auslassen, an natürliche Nahrung zu gelangen.

Es stehen ihnen zwei Nahrungsquellen zur Verfügung:

Pflanzliche Nahrung

Pflanzliche Nahrung hat den Vorteil, dass Sie leichter zu erbeuten ist, als tierische Nahrung. Tiere sind zwar leichter zu identifizieren, aber glauben Sie mir, wenn Sie die Tiere nach ihren Spuren identifizieren müssen, dann kann auch das sehr schwierig werden. Schwieriger als bei Pflanzen. Und das Identifizieren ist der erste Schritt zur pflanzlichen Notnahrung. Sie sollten nichts essen, was sie nicht zu 100 % identifiziert haben.

Die essbaren Pflanzen bezeichnen wir als Wildgemüse. Es gibt tausende in Ihrer Umgebung, und sie sollten zumindest einige davon sehr genau kennen lernen. Sie sollten sich auch die sogenannten Unkräuter anschauen, weil die meisten von ihnen vortreffliche Mahlzeiten abgeben. Wie wäre es zum Beispiel mit Brennesselfladen. Die schmecken gut und sind extrem nährreich.

Aber auch Bäume geben einiges an Notnahrung her. Die Kiefer zum Beispiel ist einer der nahrhaftesten Bäume und spendet außerdem mehr Vitamin C als Orangen. Nußbäume sind Ihnen ja sicher geläufig. Sie sind die beste Nahrung überhaupt und die Edelkastanie ist in Bezug auf den Nährwert unschlagbar. Achten Sie beim Sammeln von Pflanzen auf die wichtigsten Regeln, damit Ihnen nichts passiert.

Noch ein einfacher Tipp: Wenn Sie Ihren Tee aus selbstgesammelten Blättern und Blüten aufgießen, werfen Sie die Blätter nicht weg. Es ist Ihre erste Mahlzeit.

Wichtig ist, welche Pflanzen Sie verwenden. Nicht alle Pflanzen haben auch einen hohen Nährwert. Sie müssen nur wenige Pflanzen kennen, aber die sollten es im wahrsten Sinne des Wortes in sich haben. Im DVD Survival Seminar lernen Sie genau 20 dieser Pflanzen im Portrait kennen. Es ist eine einstündige Bonus DVD auf der Sie die Pflanzen kennenlernen. Mit diesen 20 Pflanzen haben Sie schon einen super Anfang gemacht.

Tierische Notnahrung

Ich kenne kaum jemanden, der es geschafft hat, in einer Full Survival Situation nicht zu einem Fleischesser zu mutieren. In einigen Klimazonen können Sie ganzjährig sehr einfach als Vegetarier überleben. Aber in Mittel- und Nordeuropa wird es im Winter sehr schwierig.

Die tierische Notnahrung ist aber nicht nur aus ernährungstechnischen Gründen gut, sondern bietet auch noch eine Vielzahl an anderen Möglichkeiten für Ihr Überleben. Die Tierhaut kann zu Leder oder einem wärmenden Fell verarbeitet werden. So können Sie der Kälte des Winters besser trotzen.

Aus dem Leder lassen sich auch viele andere Behelfsgeräte herstellen. Außerdem erhalten Sie noch weitere Rohstoffe, aus denen sich viele Werkzeuge und Behelfsgeräte herstellen lassen. Zum Beispiel der Darm, die Blase und das gesamte Skelett.

Hinter der Jagd, steckt also noch mehr, als das Stillen ihres Hungers. Grundsätzlich können Sie sagen, dass je weiter sie vom Äquator entfernt sind, desto mehr fleischliche Nahrung werden Sie benötigen. Die Inuits essen fast nur noch Fleisch und Fisch. Auch für die Jagd finden Sie in unserem Full Survival DVD Set die ersten Techniken.

 

 

 

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