Survival Nahrung – Die Edelkastanie

Die Edelkastanie (Castanea sativa) ist heute ja nicht wegen seiner Survivaleigenschaften bekannt, sondern wegen des wunderbaren Geschmacks. Die Maroni, wie die Frucht auch genannt wird, ist jedem von den Maronibratern her bekannt. Aber die Edelkastanie hat in der Vergangenheit einen wichtigen Stellenwert im Überleben eingenommen. In vielen Gebieten waren Maroni eine Hauptnahrungsquelle.

Aus diesem Grund findet man auch heute noch Bestände in fast jeder Ecke des europäischen Raums. Man findet sie nördlich bis Südskandinavien, England und Irland. Im Süden bis Sizilien, Südspanien und Griechenland. Das macht die Edelkastanie auch für Wilderness Surival attraktiv.

Edelkastanie - Survivalnahrung

Besonders attraktiv wird die Edelkastanie, wenn man sich die Inhaltsstoffe der Früchte anschaut:

getrocknete Früchte pro 100 Gramm enthalten: 11 g Wasser, 41,7 g Stärke, 16,1 g Zucker, 13,8 g Nahrungsfasern, 6 g Proteine und 3,4 g Fett. Daneben findet man noch Spurenelemente und Vitamine. Das macht die Edelkastanie zur unschlagbaren Survivalnahrung. Das wusste auch schon Hildegard von Bingen und schrieb, dass die Edelkastanie das beste Aufbaumittel für kränklich geschwächte Menschen sei.

Das Faszinierende daran ist der auch noch hervorragende Geschmack, der dem von Eicheln wohl weit überlegen ist. Kastanien lassen sich leicht und in großer Zahl sammeln. Sie können haltbar gemacht werden und für mehrere Monate eingelagert werden. Ich habe bei Survival Ausflügen bis ins Frühjahr hinein Kastanien im Laub gefunden.

Eine gute Art der Haltbarmachung ist das Trocknen. Dazu müssen Sie die Schale der Kastanie zuerst einritzen, dann kochen oder über der Glut rösten und schälen. Die geschälten Kastanien einfach trocknen und trocken aufbewahren. Durch Einweichen und Kochen werden die Kastanien wieder weich.

Die Kastanien können auch zu Mehl verarbeitet werden. Da das Mehl Glutenfrei ist, eignet es sich nicht so gut zum Kuchenbacken, wenn kein Getreidemehl daruntergemischt wird. Aber ein Kastanienbrot aus reinem Kastanienmehl schmeckt trotzdem wunderbar. Als Zugabe zu Suppen und Stew kann die Kastanie so einiges verfeinern.

Die Edelkastanie wird immer häufiger angepflanzt. Auch als Zierbaum oder einfach an Straßenrändern und Autobahnen. Wer seine eigene Edelkastanie anpflanzt, sollte früh damit beginnen. Die selbstgekeimten Bäume tragen erst nach 20 bis 25 Jahren. Aber es wäre gut für unsere Nachfahren, möglichst viele Esswälder anzupflanzen.

 

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