Fallen

Fallen stellen einen enormen Gewinn in einer Survivalsituation dar. Obgleich sie auch in anderen Situationen gute Dienste leisten. Ich würde mal sagen, dass sie in der Forschung ebenfalls nicht wegzudenken sind. Wo wären wir heute, ohne die Fallen? Wo wäre die Medizin, die Technik, die Verhaltensforschung und so weiter. Auch wenn es heute Gewehre gibt, so ist der Einsatz von Betäubungsmitteln auch bei Tiermedizinern immer ein bewußtes Risiko.

Deshalb werden immer noch Fallen verwendet, um entlaufene Tiere wieder einzufangen. Und dann natürlich, um sehr scheue Tiere einzufangen. Auch dort leisten Fallen gute Dienste. Dann denke man nur an die vielen Beringungsstationen. Sie fangen Vögel und sammeln Daten. Und dadurch erhalten die Forscher wichtige Informationen über Flugruten, Lebensräume, Verhalten, Bestand, usw. Das gibt wiederum viel Auskunft über die Veränderung von Ökosystemen usw.

Dann gibt es natürlich auch noch Fallen, die man als Alarmanlagen einsetzen kann. Die Absicherung von verschiedensten Dingen ist nicht viel anders als Fallen. Sie werden fast nach den gleichen Kriterien aufgestellt. Ein guter Trapper weiß auch, wie und wo er Überwachungskameras installiert, und umgekehrt, er weiß auch, wie er ihnen aus dem Weg gehen kann.

Nicht nur die moderne Gesellschaft sichert ihre Behausungen ab. Auch unsere Vorfahren haben das getan. Gegen wilde Tiere und auch gegen menschliche Eindringlinge. Die Buschmänner, die Aborigines und auch viele andere Völker haben Techniken entwickelt, sich zu schützen. Viele dieser Techniken sind Fallen, oder zumindest mit Auslöserkonstruktionen, die von Fallen entliehen sind, bestückt.

Und dann gibt es da noch den Funfaktor. Fallen eignen sich hervorragend, um seine Beobachtungsgabe zu schulen. Wer sich gegenseitig Fallen stellt, lernt viel über das Fallenstellen, über Beobachtung und Aufmerksamkeit und über das Vermeiden von Fallen. Fun mit Hirn. Es kann zu einem richtigen Schachspiel werden. Natürlich sind die Fallen nur so aufgestellt, dass sie bemerkt werden, wenn man reintritt. Da gibt es viele Möglichkeiten. Einfache Schreckfallen sind die häufigste.

Und der Ursprung der Fallen wird wohl das Erlegen von Tieren gewesen sein. Ich kenne ca 120 verschiedene Fallen. Sie alle sind äußert effektiv.

Sie teilen sich in mehrere Kategorien auf:

Jede dieser Kategorien hat auch noch Unterkategorien. Die nützlichsten Fallen im Survival sind natürlich die, die man mit wenig Aufwand aufstellen kann. Der Vorteil von Fallen wurde ja schon erwähnt. Ich denke Fallen sind die effizienteste Jagdmethode. Sie jagen für dich 24 Stunden am Tag. Du kannst sie an mehreren Orten gleichzeitig aufstellen. Das ist auch wichtig. Trapper haben ja auch ihre Trapline.

Dort stehen oft hunderte Fallen. Nicht jede Falle fängt immer. Und die Herstellung von Fallen ist extrem einfach und verbraucht kaum Energie, wenn man weiß, was man tut. Es benötigt sicherlich viel Kenntnis über die Natur, um wirklich erfolgreich zu sein. Aber das ist ja die Kunst des Survivals. Die besten Wilderness Survival Leute sind die Eingeborenen. Also müssen Sie nur Eingeborener in Ihrer natürlichen Umgebung werden. Was müssen Sie wissen?

  • Verhalten der Tiere
  • Spurenkunde und Identifizierung von Spuren
  • Kenntnis über Frasspuren und Losungen
  • Spurmuster von Tieren
  • Essgewohnheiten der Tiere
  • Revierkenntnisse der Tiere

Tiere werden nicht nur an Wildwechseln gefangen. Bzw. sind Wildwechsel ein sehr allgemeiner Begriff. Es gibt viele Unterschiedliche Wildwechsel. Und es ist gut zu wissen, warum ein Wildwechsel an welcher Stelle ist. Wildwechsel sind die Verbindungen zwischen den Plätzen, an denen Tiere ihre physischen Grundbedürfnisse stillen. Wenn Sie herausfinden, wo sie welche Grundbedürfnisse stillen und wie, wo und warum sie sich dazwischen Fortbewegen, sind Sie schwer im Vorteil.

Natürliche Futterplätze zum Beispiel haben oft gar keine Wildwechsel. Und wenn, dann werden sie oft von den Raubtieren benutzt. Wenn Sie eine beköderte Falle aufstellen, dann sind Futterplätze gute Stellen. Rein mechanische Auslöser können Sie auch an anderen Plätzen aufstellen. Die Infrastruktur der Wildwechsel ist die Grundlage des Fallenstellens.

Sie müssen auch wissen, welche Tiere es gibt und was Sie fangen wollen, damit Sie die beste Falle dafür auswählen können. Deshalb ist es gut, eine breite Palette von Fallen im Repertoire zu haben. So sind Sie immer im Vorteil. Es gibt viele Möglichkeiten sein Revier zu beobachten. Spurenboxen, Trailcams, Ansitze und die Kunst des Spurenlesens helfen Ihnen dabei.

Gute Übungsmöglichkeiten für Fallen gibt es auch in der Stadt und in den Vororten. Ratten, Marder und andere lästige Nager gehören zwar auch zum Wild, aber es stört eigentlich niemanden, wenn Sie einen Siebenschläfer lebendig einfangen und irgendwo wieder aussetzen.

Ich habe sehr viele Fallen auch als Lebendfallen eingesetzt und schon eine Menge Tiere gefangen. Klarer Fall, dass diese Tiere auch totgewesen wären, wenn es beabsichtigt gewesen wäre. Auf jeden Fall konnte ich dabei sehr viel lernen.

Beginnen Sie sich einmal schlau zu machen. Lesen Sie den Artikel mit den wichtigsten Kerben für den Fallenbau durch und üben Sie die Kerben.

Als nächstes könnten Sie sich an der 4rer Falle versuchen. Sie ist eine der vielseitigsten Fallen. Wenn Sie diese Falle beherrschen, können Sie davon eine Menge anderer Fallen ableiten.

Zum Beispiel die Paiute Falle. Ich habe Sie hier genau beschrieben. Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Sie ist sehr gut geeignet, um kleine Nager zu fangen.

 

 

 

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